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                                                                                               clip_image0020202                                                           a_Wappen213e_1                               Auf ein Wort05                                       PzBtl 1 / 213                                                                                                                                                              1956   - 1992

                                   Herr General, liebe Kameraden,

unsere „PanzermĂ€nner“ - Gott sei gedankt keine Gefallene - sind aus dem gefahrvollen Einsatz in AFGHANISTAN zurĂŒck! Die Entscheidungen zur neuen Struktur der Bundeswehr sind ebenfalls gefallen. Der BMVg hat die Dienstposten im Standort Augustdorf „signifikant“ von 4.050 auf 2.480 reduziert. Das Panzerartilleriebataillon, die PanzerjĂ€ger- und die AufklĂ€rungskompanie werden aufgelöst. Doch unsere zweite militĂ€rische Heimat - das Panzerbataillon 203 Die „HacketĂ€uer“ - haben wir nicht verloren. Es bleibt uns erhalten, wir können weiterhin „Panzerluft“ in der GFM- Rommel-Kaserne schnuppern und mĂŒssen nicht neu anfangen. Damit ist uns ein Stein vom Herzen gefallen. Aber, der Aderlass ist besonders fĂŒr die Gemeinde groß. Die Reaktionen im politischen Bereich sind dem entsprechend. Hier wird das große Defizit einer Diskussions- oder Streitkultur, die sich am intensiven Austausch von sachlichen, hilfreichen Argumenten freuen und gerne nach der jeweils besseren Lösung fahnden wĂŒrde, deutlich. Stattdessen gibt es bei uns wechselseitige Blockaden und Rechthaberei. Liebe zur Freiheit und StĂ€rkung der Selbst-, aber auch der Mitverantwortung kommen viel zu kurz. Fazit: Der Mensch ist und bleibt ein sehr paradoxes, widersprĂŒchliches Wesen. Er ist stets Opfer und erkennt sich nicht als TĂ€ter. Er will möglichst alles gut und billig haben, quasi ohne Nebenwirkungen. Er will höchste Sicherheit, aber gĂŒnstig und ohne Negativfolgen. Er will meist das, was er nicht hat. Er sieht den Splitter im fremden, nicht aber den Balken im eigenen Auge. Er huldigt dem St. Florian Prinzip. Vergessen ist der Satz der Bundeskanzlerin: „Haben Sie Spaß an den VerĂ€nderungen!“ Und „eine Hauptsache - die man nie vergessen dĂŒrfte – ist, dass es an uns liegt, die Welt zu Ă€ndern, nicht bei den anderen. Immer bei uns“.  Diesen Satz des Schweizer Schriftstellers Ludwig Hohl sehe ich fĂŒr mich als stĂ€ndigen Appell an. Jeder sollte bei sich als Person beginnen und die eigene Adresse nicht vergessen, um Teil der gewĂŒnschten Verbesserungen zu werden.

Mit guten WĂŒnschen fĂŒr das Jahr 2012 grĂŒĂŸe ich Sie alle herzlich. Vielleicht sehen  wir uns am 21. April bei der Mitgliederversammlung 2012 und unserer kleinen Feier anlĂ€sslich des 20-jĂ€hrigen Bestehens unserer Traditionsgemeinschaft in Augustdorf wieder. Ich wĂŒrde mich darĂŒber sehr freuen! 

gez. H. Rhode

 1.  Vorsitzender

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